NABU-News
P R E S S E D I E N S T ---- NR. 10-06-23/10 ---- 23.06.2010 ---------------------------------------------------------------------------
NABU begrüßt Verdopplung der Schutzfläche im „Harapan Rainforest“
Tennhardt: „Leuchtturmprojekt“ für Klimaschutz in Indonesien nimmt Fahrt auf Berlin - Aus einem Hoffnungsschimmer ist ein Leuchtturm geworden: Die indonesische Regierung hat jüngst das erste so genannte Gebiet für Ökosystemrestauration von 52.000 auf 98.000 Hektar nahezu verdoppelt. Damit ist das auf der Insel Sumatra gelegene Regenwaldgebiet mit Namen „Harapan Rainforest“ („Regenwald der Hoffnung“) nun größer als das Land Berlin. Der NABU und der britische BirdLife-Partner Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) unterstützen die indonesische Regenwald-Stiftung Yayasan KEHI bei dem Schutz und der Wiederherstellung des artenreichen Waldes im Rahmen eines Projektes der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMU). Über die KfW Entwicklungsbank hatte das BMU Ende 2009 mehr als 7,5 Millionen Euro für den Schutz von „Harapan Rainforest“ bewilligt. Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Internationales: „Wir freuen uns, dass die Wiederherstellung von Ökosystemen jetzt ein integraler Bestandteil von Waldmanagement-Strategien in Indonesien ist. Nun hoffen wir, dass auch andere Länder dieses Modell als praktikablen Weg des Arten- und Klimaschutzes schätzen lernen.“Immer mehr Bewerbungen um Lizenzen zur Waldrestauration gehen zurzeit beim indonesischen Forstministerium ein - ein Zeichen dafür, dass die Pionierarbeit des BirdLife-Netzwerks, dem auch der NABU angehört, andere Organisationen zur Nachahmung inspiriert hat. Es ist ein bahnbrechender Erfolg: Im vergangenen Jahr gingen im Ministerium ebenso viele Anträge für Lizenzen zur Ökosystemrestauration ein wie solche für die Abholzung des Waldes. Die Anträge zur Ökosystemrestauration, die das Ministerium nun prüft, belaufen sich zusammen auf rund zwei Millionen Hektar Waldfläche. Was als Initiative des BirdLife-Netzwerks begann, wird inzwischen nicht nur im BMU als „Leuchtturmprojekt“ gehandelt. Denn läuft das Projekt erfolgreich, könnte es als Modell für weitere 24 Millionen Hektar Produktions-Tropenwald in Indonesien dienen, die zurzeit weder aktiv bewirtschaftet noch geschützt werden. Schon jetzt hat das Projekt wichtige Meilensteine erreicht: So wurden mehr als 170 „grüne Jobs“ im Bereich Waldschutz für die lokale Bevölkerung geschaffen. Nicht zuletzt dadurch konnten die Fälle von illegaler Abholzung und Brandstiftung in den Wäldern maßgeblich verringert werden. Nun werden mehr als fünf Millionen Bäume in den am stärksten zerstörten Gebieten gepflanzt.
„Harapan Rainforest” ist einer der letzten Trockenniederungsregenwälder auf Sumatra und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Tiger, von dem schätzungsweise nur noch weniger als 300 Tiere in freier Wildbahn leben, ist im Harapan Rainforest zu Hause, ebenso wie Schabrackentapir, Rothund (Asiatischer Wildhund) und Höckerstorch, die seltenste Storchenart der Welt. Die Erweiterung des „Harapan Rainforest” ist nun auch ein wichtiger Fortschritt für die Ökologie der Region, erklärte Tennhardt: „Dank der Vergrößerung des Gebietes unter Schutzgebietsmanagement können wir nun die Population bedrohter Tierarten erhöhen. Wir werden künftig in der Lage sein noch mehr Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt zu schützen als bisher.“
„Harapan Rainforest“ ist ein gemeinsames Projekt der Naturschutzorganisationen Burung Indonesia, RSPB und BirdLife International.
www.nabu.de
Solo-Nager ist ein Projekt gegen die Einsamkeit von Gruppentiere. Wir möchten hier aufklären, warum es so wichtig ist, Gruppentiere nicht alleine zu halten. Wir bieten eine Plattform um nach einsamen Nagern für eine Vergesellschaftung zu suchen, bzw. diese anzubieten.
Außerdem möchten wir Information, Beratung und Hilfestellung rund um die Vergesellschaftung von Nagetieren anbieten.
Ich hatte im September 09 am Bannerwettbewerb der Tierhilfe verbindet e.V. teilgenommen. Mein Banner wurde unter die drei Schönsten gewählt. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Drill
Ein Drilljunges im Saarbrücker Zoo trägt jetzt meinen vorgeschlagenen Namen Nala. Das freut mich sehr. Der Drill ist noch nicht gut erforscht und schon vom Aussterben bedroht. Im Saarbrücker Zoo gibt es ein spezielles Zuchtprogramm. Hier geht es zum Artikel: Namen für das Drillbaby gefunden.
Erbgut von Mäusen entschlüsselt
Das Erbgut von Mäusen ist dem des Menschen weniger ähnlich als bisher angenommen wurde. Wie Wissenschaftler um Deanna Church vom National Center for Biotechnology Information in Bethesda, USA, herausfanden, haben die kleinen Nager über Tausend Gene mehr als der Mensch.
Die Maus war nach dem Menschen das zweite Lebewesen, dessen Erbgut weitgehend entschlüsselt wurde. Eine Studie im Jahr 2002 ergab noch, dass das Erbgut der Maus um 14 % kleiner als das des Menschen und das Beide rund 30.000 Gene besäßen. Aktuelle Untersuchungen belegen allerdings, dass die Maus 20.210 und das der Mensch lediglich 19.042 Gene besitzt. Die Maus hat nach Aussage der Forscher hauptsächlich deshalb über 1.000 Gene mehr als der Mensch, weil in ihrem Erbgut Gene mehrfach vorhanden sind. Hinzu kommt, dass einige Mäuse-Gene beim Menschen nicht vorkommen, z. B. Baupläne für Proteine zur Wahrnehmung von Gerüchen und Pheromonen.
Der neuen Analyse zufolge sind 15.178 der Gene miteinander verwandt, stammen also von gemeinsamen Vorfahren ab. Jedoch stimmen nur vier Fünftel der Gene von Mensch und Maus überein. Diese Unterschiede werfen die Frage auf, inwiefern Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen übertragbar sind.
Quelle(PLoS Biology, Bd. 7, Nr. 5, doi:10.1371/journal.pbio.1000112).
Katrin Aretz/Rodentia
Tiere 2010
Vogel des Jahres 2010: Der Kormoran
Wildtier des Jahres 2010: Der Dachs
Lassen sie doch im Herbst eine Stelle in Ihrem Garten 'ungepflegt'. Rächen sie die Blätter auf einen Haufen und legen sie alte Äste oder ein Brett darüber. Auch eine Steineinfassung, etwa ein Komposthaufen wird gerne aufgesucht. Nähere Informationen finden sie auf der liebevoll gestalteten und informativen Internetseite von igel-insel e.V. Foto Igel: pixelio.de
